Dienstag, 19. April 2016

Interview von SwissSkills



An dieser Stelle veröffentliche ich das Interview anlässlich unseres Teamweekends Euroskills vom 8. bis 10. April 2016.

Roger Dähler – als Parteiunabhängiger zum Gemeindepräsidenten von Weggis

Am 1. Mai wählt Weggis den neuen Gemeindepräsidenten für den abtretenden Kaspar Widmer. Unter den Kandidaten befindet sich Roger Dähler, eidg. dipl. Plattenlegermeister, mit familieneigener Firma in Weggis. Wie schon Kaspar Widmer kandidiert Roger Dähler parteiunabhängig und wird von einem überparteilichen bürgerlichen Wahlkomitee unterstützt.

Herr Dähler, was motiviert Sie zur Kandidatur als Gemeinderatspräsident?
Roger Dähler: Ich bin in Weggis aufgewachsen und hier daheim, entsprechend identifiziere ich mich mit den Einwohnern unserer Gemeinde. Ich möchte deshalb aktiv an der Zukunft von Weggis mitgestalten. Damit Weggis als Wohnort attraktiv bleibt, müssen wir eine gute Infrastruktur bieten. Das Fundament dazu bildet die Wirtschaft, sprich das lokale Gewerbe, der Tourismus und die Landwirtschaft. Dafür möchte ich mich aktiv engagieren.

2. Weshalb sollten die Einwohnerinnen und Einwohner von Weggis Sie wählen? Ich denke unternehmerisch aus Überzeugung. Da ich im familieneigenen Betrieb arbeite, handle ich wirtschaftlich und weiss, woher das Geld kommt. In meinem Beruf als Plattenleger ist Flexibilität besonders wichtig, weil unsere Einsätze am selben Ort oft nur wenige Tage dauern. Deshalb müssen wir uns schnell auf neue Situationen und Menschen einstellen können und flexibel sein. Diese Fähigkeit ist auch für einen Gemeindepräsidenten etwas vom Wichtigsten.

3. Welche Erfahrung neben den beruflichen können Sie ins Amt als Gemeindepräsident einbringen?
Ich engagiere mich als Experte bei SwissSkills, der Stiftung, die die Berufswettkämpfe in der Schweiz organisiert sowie für die Besten jungen Berufsleute die Teilnahme an den Europa- und Weltmeisterschaften. Seit drei Jahren bin ich zudem Chefexperte bei WorldSkills, welche die Weltmeisterschaften durchführt. Am Wettbewerbsort führe ich rund 70 Personen und trage die Hauptverantwortung für einen reibungslosen Ablauf. Das erfordert eine klare Gangart und ein hohes Mass an Diplomatie. Meine eigene erfolgreiche Teilnahme an den WorldSkills Montréal 1999 hat mich motiviert, weiteren Jugendlichen diese einmalige Erfahrung zu ermöglichen. Dank dieser Aufgabe bin ich schweizweit und darüber hinaus gut vernetzt und den Umgang mit verschiedenen Kulturen gewohnt. Zudem unterrichte ich an den Berufsfachschulen Luzern und Zofingen, weshalb ich auch das System der Schweizer Berufsbildung bestens kenne und in aller Welt vertrete.

4. Sie kandidieren als Parteiunabhängiger, warum schliessen Sie sich nicht einer Partei an.
Weil ich nicht Parteipolitik betreiben will. Gerade als Gemeindepräsident ist es besonders wichtig, sachbezogen und unabhängig von Parteien entscheiden zu können. Dies hat unser abtretender Gemeindepräsident Kaspar Widmer immer wieder bewiesen. Denn eine wichtige Aufgabe des Gemeindepräsidenten ist es ja, den Gemeinderat zu führen und zu moderieren. Dazu ist es von Vorteil, wenn er nicht an eine Partei gebunden ist. Aufs Ganze gesehen bin ich natürlich eher bürgerlich orientiert. Aufgrund dieser Ausrichtung werde ich auch von einem überparteilichen Komitee und der CVP unterstützt.

5. Was ist Ihnen persönlich, privat wichtig?
Das Wichtigste sind vertrauensvolle Beziehungen in der Familie, unter Freunden und bei der Arbeit. Sie sind die Grundlage guter Lebensqualität, die sich in dem einfachen Grundsatz „Leben und leben lassen“ auf einen Nenner bringen lässt. Dazu gehört besonders auch, dass wir zu unserem Lebensraum, zu Natur und Landschaft Sorge tragen.

Herr Dähler, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch.
SwissSkills

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