An dieser Stelle veröffentliche ich das Interview anlässlich unseres Teamweekends Euroskills vom 8. bis 10. April 2016.
Roger Dähler – als
Parteiunabhängiger zum Gemeindepräsidenten von Weggis
Am 1. Mai wählt
Weggis den neuen Gemeindepräsidenten für den abtretenden Kaspar Widmer. Unter
den Kandidaten befindet sich Roger Dähler, eidg. dipl. Plattenlegermeister, mit
familieneigener Firma in Weggis. Wie schon Kaspar Widmer kandidiert Roger
Dähler parteiunabhängig und wird von einem überparteilichen bürgerlichen Wahlkomitee
unterstützt.
Herr Dähler, was
motiviert Sie zur Kandidatur als Gemeinderatspräsident?
Roger Dähler: Ich bin in Weggis aufgewachsen und hier
daheim, entsprechend identifiziere ich mich mit den Einwohnern unserer
Gemeinde. Ich möchte deshalb aktiv an der Zukunft von Weggis mitgestalten.
Damit Weggis als Wohnort attraktiv bleibt, müssen wir eine gute Infrastruktur
bieten. Das Fundament dazu bildet die Wirtschaft, sprich das lokale Gewerbe,
der Tourismus und die Landwirtschaft. Dafür möchte ich mich aktiv engagieren.
2. Weshalb sollten
die Einwohnerinnen und Einwohner von Weggis Sie wählen? Ich denke unternehmerisch
aus Überzeugung. Da ich im familieneigenen Betrieb arbeite, handle ich
wirtschaftlich und weiss, woher das Geld kommt. In meinem Beruf als
Plattenleger ist Flexibilität besonders wichtig, weil unsere Einsätze am selben
Ort oft nur wenige Tage dauern. Deshalb müssen wir uns schnell auf neue
Situationen und Menschen einstellen können und flexibel sein. Diese Fähigkeit
ist auch für einen Gemeindepräsidenten etwas vom Wichtigsten.
3. Welche Erfahrung
neben den beruflichen können Sie ins Amt als Gemeindepräsident einbringen?
Ich engagiere mich als Experte bei SwissSkills, der
Stiftung, die die Berufswettkämpfe in der Schweiz organisiert sowie für die
Besten jungen Berufsleute die Teilnahme an den Europa- und Weltmeisterschaften.
Seit drei Jahren bin ich zudem Chefexperte bei WorldSkills, welche die
Weltmeisterschaften durchführt. Am Wettbewerbsort führe ich rund 70 Personen
und trage die Hauptverantwortung für einen reibungslosen Ablauf. Das erfordert
eine klare Gangart und ein hohes Mass an Diplomatie. Meine eigene erfolgreiche
Teilnahme an den WorldSkills Montréal 1999 hat mich motiviert, weiteren
Jugendlichen diese einmalige Erfahrung zu ermöglichen. Dank dieser Aufgabe bin
ich schweizweit und darüber hinaus gut vernetzt und den Umgang mit verschiedenen
Kulturen gewohnt. Zudem unterrichte ich an den Berufsfachschulen Luzern und
Zofingen, weshalb ich auch das System der Schweizer Berufsbildung bestens kenne
und in aller Welt vertrete.
4. Sie kandidieren
als Parteiunabhängiger, warum schliessen Sie sich nicht einer Partei an.
Weil ich nicht Parteipolitik betreiben will. Gerade als
Gemeindepräsident ist es besonders wichtig, sachbezogen und unabhängig von
Parteien entscheiden zu können. Dies hat unser abtretender Gemeindepräsident
Kaspar Widmer immer wieder bewiesen. Denn eine wichtige Aufgabe des
Gemeindepräsidenten ist es ja, den Gemeinderat zu führen und zu moderieren.
Dazu ist es von Vorteil, wenn er nicht an eine Partei gebunden ist. Aufs Ganze
gesehen bin ich natürlich eher bürgerlich orientiert. Aufgrund dieser
Ausrichtung werde ich auch von einem überparteilichen Komitee und der CVP
unterstützt.
5. Was ist Ihnen
persönlich, privat wichtig?
Das Wichtigste sind vertrauensvolle Beziehungen in der
Familie, unter Freunden und bei der Arbeit. Sie sind die Grundlage guter
Lebensqualität, die sich in dem einfachen Grundsatz „Leben und leben lassen“
auf einen Nenner bringen lässt. Dazu gehört besonders auch, dass wir zu unserem
Lebensraum, zu Natur und Landschaft Sorge tragen.
Herr Dähler, wir
danken Ihnen herzlich für das Gespräch.
SwissSkills